Alle auf dieser Seite vorgestellten Kirchenräume sind nicht einfach nur ein neuer Rahmen für Familiengottesdienste. Familienkirchen sind ein neuer integrativer Weg, verschiedene pastorale Aktivitäten stärker miteinander zu verbinden.
Mit der Errichtung einer Familienkirche sind neben neuen Angeboten auch bestehende Aktivitäten des Gemeindelebens im Kirchenraum möglich, die bisher in anderen Räumlichkeiten ihren Ort hatten: Katechese und Gottesdienst, Glaubensvermittlung und gemeinsamer Glaubensvollzug, Gebet und Gespräch. Vieles davon findet bisher bereits in Kindertagesstätten, Schulen und Gemeinderäumen, im Netzwerk Katholisches Familienzentrum, statt. Was spricht nun dafür, katechetische und familienpastorale Angebote quasi in den Kirchenraum zu verlegen?
Der Kirchenraum entfaltet im Vergleich mit anderen Räumen eine eigene Wirkung. Das liegt nicht nur an der besonderen Atmosphäre, sondern auch an der unmittelbaren Anschaulichkeit. So macht es einen qualitativen Unterschied, wenn ein Taufgespräch oder -workshop in unmittelbarerer Nähe zum Taufort stattfinden kann. Oder wenn Kirchenfenster, Heiligenbilder, die Gestaltung von Ambo, Altar und Tabernakel in ein Gespräch über Glauben und Kirche mit einbezogen werden können und vor allem Kindern greifbar vor Augen stehen. Die Hinführung zum Kirchenraum als Ort lebendiger Feier des Glaubens wird konkreter. Umgekehrt haben der Raum, seine liturgischen Orte und Bilder die Chance, direkt zu den Menschen zu "sprechen“, eine Erfahrung, die auch aus der Kirchenraumpädagogik bekannt ist. Die Verbundenheit mit dem Raum wird gestärkt. Das sind gute Gründe, den Kirchenraum stärker auch pastoral zu nutzen.
Falls Ihnen diese Überlegungen zu abstrakt sind, finden Sie hier kurz skizziert, was ganz konkret in einer Familienkirche möglich ist. Vielleicht gibt es bei Ihnen vor Ort in Zukunft auch eine „Kirche Kunterbunt“?
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!